Seit geraumer Zeit ist der Falken-Schulkalender erhältlich. Er entstand aus einer Zusammenarbeit der Falken und der DIDF-Jugend. Der Schulkalender bietet euch neben einer besseren Organisationsmöglichkeit auch kleine Texte, die ein Basiswissen z.B. über Faschismus oder die Extremismustheorie vermitteln. Außerdem findet ihr wöchentlich ein neues Zitat bekannter Sozialistinnen und Sozialisten. Und noch vieles mehr! Ihr könnt den Kalender bei uns kostenlos bestellen. Schreibt uns einfach eine kurze Email.
Im Sommer 2011 haben sich unterschiedliche Gruppen und Einzelpersonen getroffen, um „Initiative für ein linkes Zentrum“ zu ergreifen. Unser Ziel ist es, innerhalb der nächsten Monate geeignete Räumlichkeiten für ein soziokulturelles Zentrum im Stadtteil Stühlinger zu finden, das über die linke Szene hinaus z.B. auch von NachbarInnen als nicht-kommerzieller Treffpunkt geschätzt und genutzt wird.
Ein Linkes Zentrum soll als unabhängiger Ort verstanden und organisiert werden, der aktiv und offensiv linke Politik in die Gesellschaft trägt, und zahlreichen Menschen eine Infrastruktur bietet, sich gemeinsam mit anderen zu engagieren. Eine unterschiedliche soziale Herkunft soll als Chance und Ressource im Kampf für eine befreite Gesellschaft genutzt werden. Dabei wollen wir gesellschaftliche Brüche sichtbar machen und produktiv für eine linke (Alltags-)Praxis nutzen.
Als zentrale inhaltliche Klammer sehen wir den Kampf gegen alltägliche Ausbeutung; gegen Rassismus und Sexismus und für eine Perspektive jenseits der kapitalistischen Verhältnisse. Wichtigster Bezugspunkt ist eine Gesellschaft in der das Interesse des Profits nicht länger über die Interessen einer freien und egalitären Gesellschaft gestellt wird. In unserem Projekt geht es, wenn auch zunächst auf kleiner Ebene, um die Verwirklichung von Idealen, die unerlässlich für den Aufbau einer solidarischen Gesellschaft sind: Wir wollen gemeinsam und gleichberechtigt lachen, streiten und arbeiten.
Dabei sind wir explizit solidarisch mit linksradikalen und autonomen Strukturen und Räumen. Wir verstehen unsere Initiative sowohl als Ergänzung zu diesen, als auch zu schon bestehenden Stadteilzentren. Wir wollen vielmehr einen Raum schaffen für linke Politik, den auch diejenigen Teile der freiburger Bevölkerung, die nicht Teil einer ‘linken’ Szene sind, nutzen können.
Raum gesucht!
Mittelpunkt des Linken Zentrum soll ein größerer Veranstaltungsraum sein. Wahlweise bestuhlt für Vorträge, Sitzungen und dergleichen oder gemütlich für Volksküchen, Kino und andere Aktivitäten bietet er Platz für die verschiedensten Ideen und Projekte. Eine kleine Theke mit Kochgelegenheit soll diesen Raum ergänzen. Vorgesehen ist auch ein Raum für einen Infoladen – nutzbar als Rückzugsort für Gruppentreffen, zum Lesen, für Nachhilfeangebote und hoffentlich vieles mehr. Sanitäre Anlagen und ein kleiner Lagerraum sind ebenso notwendig. Zusätzliche Räume im finanziellen Rahmen könnten noch Platz bieten für ein separates Büro o.ä. Erfolgversprechende Beispiele für unsere Vorstellungen gibt es bereits in mehreren Städten Baden-Württembergs.
Wir suchen einen solchen Raum vorwiegend im Stadtteil Stühlinger. Innenstadtnah können wir von dort Initiativen für ein gerechteres Freiburg starten, Nachbarschaftsarbeit leisten und sind bequem erreichbar aus allen Himmelsrichtungen.
Spenden und Unterstützung
Wir suchen Unterstützung – sei es ideell, praktisch oder finanziell. Hierfür sind wir auf Spenden und Daueraufträge angewiesen. Zum einen besteht die Finanzierung des Linken Zentrums aus den Beiträgen der Gruppen die Teil der Initiative sind und die Räume mit nutzen werden, aus den Einnahmen des laufenden Betriebes und aus Aktionen wie Solipartys, Verkaufstände und ähnliches. Doch in erster Linie sind wir auf Daueraufträge von UnterstützerInnen, welche die Hauptsäule der Finanzierung bilden, angewiesen. Bei einer Staffelung der Beträge in 20, 10 oder 5 Euro monatlich benötigen wir knapp 80 Daueraufträge oder Einzugsermächtigungen um unser Projekt realisieren zu können. Hierbei hoffen wir auf eure Unterstützung. Sollte unser Projekt, aus welchen Gründen auch immer, scheitern, zahlen wir bis dahin gezahlte Spenden selbstverständlich zurück. Davon ist jedoch nicht auszugehen. Im Gegenteil, wir freuen uns schon darauf bald gemeinsam mit euch das neue Linke Zentrum in Freiburg eröffnen zu können.
Kontakt: info [ät] liz-freiburg [punkt] org
Infos zu Spenden
Download Flyer als PDF (8,5 MB)

KEIN NAZIAUFMARSCH IN EMMENDINGEN
Gemeinsam gegen Rechtsextremismus!
Das Aktionsbündnis „Emmendingen Nazifrei – Bündnis für ein tolerantes und demokratisches Emmendingen“ ruft alle Menschen zu einem gemeinsamen Aktionstag auf:
Zum Gedenken der Deportation der badischen und saar-pfälzischen BürgerInnen jüdischen Glaubens nach Gurs.
Gegen den Aufmarsch der Rechtsextremen
Nach der abgesagten Demonstration am 22. Oktober in Offenburg wollen die Neonazis nun in Emmendingen aufmarschieren. Ziel der Neonazis ist es, ihr rassistisches, menschenverachtendes und faschistisches Gedankengut in Emmendingen offen zur Schau zu tragen.
Besonders beschämend ist der Umstand, dass vor 71 Jahren, am 22. Oktober 1940, die badischen und saar-pfälzischen BürgerInnen jüdischen Glaubens von den Nazis ins Konzentrationslager nach Gurs deportiert wurden. Nachdem die Nazis im letzten Jahr ihren Aufmarsch in Offenburg probiert haben, planen sie nun in Emmendingen aufzumarschieren.
Dies gilt es zu verhindern!
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen, deshalb geben wir den Nazis keinen Fußbreit in Emmendingen! Wir lassen den Nazis keine Stimme – Wir wollen kein menschenverachtendes Gedankengut in Emmendingen!
Lasst uns gemeinsam demokratisch ein friedliches Zeichen entgegensetzen!
Programm:
09-18 Uhr: Bunter Markt für ein tolerantes und demokratisches Emmendingen von den BündnispartnerInnen, Marktplatz Emmendingen
10:30 – 11:30 Uhr: Bündnis-Kundgebung auf dem Marktplatz
Der Aufruf wird unterstützt von:
AWO Kreisverband Emmendingen, CDU-Kreisverband Emmendingen, DGB Ortsverband Waldkirch-Elztal und Umgebung, DGB-Region Südbaden, Die Linke KV Emmendingen, Emmendinger Tafel e.V., Falken Bühl, GEW Freiburg, GEW Emmendingen, Grüne Jugend Offenburg, Integrative Waldorfschule Emmendingen, Junge Union KV Emmendingen, Jusos Emmendingen, Jusos Freiburg, Linksjugend [solid] Ortenau, Motorradclub Kuhle Wampe Freiburg, Ortsverband Grüne Emmendingen, Personalrat am Zentrum für Psychiatrie Emmendingen, SJD – Die Falken KV Bühl-Ortenau, SJD – Die Falken LV Baden-Württemberg, SJD – Die Falken KV Freiburg, SPD-Kreisverband Emmendingen, SPD-Ortsverein Emmendingen, UStA der Pädagogischen Hochschule Freiburg, ver.di Bezirk Südbaden, Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen, VVN/BdA Kreisverband Emmendingen

Nachdem bereits im Mai 2011 der G8-Gipfel im französischen Deauville stattgefunden hat, wollen sich die Regierungs- und Finanzchefs der 20 mächtigsten Industrie- und Schwellenländer Anfang November 2011 im französischen Cannes treffen. Gemeinsam mit Vertretern des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank (WB) setzen sich die Staatsoberhäupter der „Gruppe der 20″ (G20) an einen Tisch um weltweite „Krisenbewältigungsmaßnahmen“ in Form von Sozialabbau, Spardiktat und imperialistischen Interventionen zu koordinieren.
Die Krise heißt Kapitalismus
Die Krise ist längst nicht vorüber. Griechenland, Irland und Portugal scheinen so gut wie pleite und sind auf die „Rettung“ durch IWF, EZB und EU angewiesen. Doch vor allem in Griechenland wird deutlich, was diese Abhängigkeit für die Menschen bedeutet. Der Ausverkauf des Landes ist in vollem Gange. Im Zuge der Privatisierungspolitik werden einst staatliche Bereiche an ausländische, nicht zuletzt auch an deutsche Investoren, ausverkauft. Erkämpfte soziale Standards werden zurückgenommen, das Renteneintrittsalter wird heraufgesetzt, die Löhne sinken. Was in Griechenland in zugespitzter Form zu beobachten ist, nämlich die Umverteilung des Reichtums von unten nach oben, steht überall auf der Tagesordnung.
Gerade auch in Deutschland setzt sich der Abbau der Sozialstaatlichkeit fort, Leistungen werden gekürzt, der Arbeitsmarkt „flexibilisiert“, was für viele Menschen nichts anderes bedeutet als Arbeitlosigkeit und sozialer Abstieg. Die Grundbedürfnisse der Menschen werden geopfert um weiterhin die Profitinteressen des Finanz- und Wirtschaftssektors durchzusetzen. Eine Sozialisierung der Verluste findet statt und damit einhergehend die Privatisierung der Gewinne. Das heißt weniger Geld für Bildung, soziale Sicherung und Gesundheitsversorgung und Milliarden aus öffentlichen Geldern für sogenannte Rettungspakete. Die BRD setzt diese Politik nicht nur im eigenen Land konsequent durch, beispielsweise durch die Agenda 2010, sondern nimmt hierbei eine Vorreiterrolle in Europa ein.
Die G20 ist offensichtlich nicht daran interessiert die Lebensbedingungen der lohnabhängigen Menschen zu verbessern. Vielmehr dient die Krise als Legitimation für Kürzungswahn und Sozialabbau mit dem Ziel die kapitalistischen Verwertungsbedingungen zu optimieren. Die Bedürfnisse der Menschen spielen im Kapitalismus keine Rolle. Und was bei uns prekäre Beschäftigung oder Arbeitslosigkeit und damit soziale Ausgrenzung bedeutet, heißt im Trikont und in Teilen der Schwellenländer Hunger, Krankheit und Tod.
Krieg dem Krieg
Auf der Tagesordnung der G20 stehen längst nicht mehr nur wirtschaftliche Fragen. Auch eine gemeinsame „Sicherheitspolitik“ wird immer mehr zum Thema. Durch den, seit den 80er Jahren voranschreitenden und durch den Wegfall der Systemkonkurrenz noch beschleunigten Siegeszug der neoliberalen Globalisierung, kommt es verstärkt zu militärischen Interventionen zur Durchsetzung geostrategischer und wirtschaftlicher Interessen. Zum einen zeigt sich das darin, dass mit Hilfe von Institutionen wie IWF und Weltbank weltweit Wirtschaftsräume im Sinne westlicher Interessen restrukturiert werden. Dies äußert sich darin, dass beispielsweise die BRD und Frankreich derzeit Griechenland diktieren, wie es seinen Haushalt zu sanieren hat. Aber auch die Durchsetzung von Freihandelszonen in weiten Teilen des Trikonts sind hierfür ein Beispiel.
Auf der anderen Seite gewinnen auch direkte militärische Interventionen und die Installation von Marionettenregimen immer mehr an Bedeutung. Im Irak, in Afghanistan und auch in Libyen zeigt sich deutlich, dass es bei diesen Ensätzen nicht um den Schutz von Menschenrechten und Demokratie geht sondern um die Sicherung von Ressourcen und um die Erschließung neuer Märkte mit dem erwünschten Nebeneffekt der Ankurbelung der Rüstungsindustrie, mit den entsprechenden Folgen für die Bevölkerung vor Ort.
Internationale Solidarität muss praktisch werden
Seit die G8-Treffen, nicht zuletzt durch zunehmende Gipfel-Proteste der globalisierungskritischen Bewegung, immer mehr in eine Legitimationskrise geraten, werden sie nun nach und nach von den G20 abgelöst. Gerne wird behauptet, dass die Frage der Legitimation nun kein Thema mehr sei, da die G20 nun ja 2/3 der Weltbevölkerung repräsentieren würden. Im wesentlichen handelt es sich jedoch um die Regierungen der reichen kapitalistischen Staaten, die hier am Tisch sitzen und im Sinne der besitzenden Klasse handeln und nicht im Sinne von 2/3 der Weltbevölkerung. Die weltweite Durchsetzung des neoliberalen Kapitalismus macht gelebte internationale Solidarität notwendiger denn je. Die herrschende Klasse setzt alles daran diese Solidarität im Keim zu ersticken. Durch die ständige Hetze gegen „faule Griechen“, die selbst Schuld an „ihrer Krise“ hätten, soll von den gemeinsamen Interessen der Lohnabhängigen hier und in Griechenland abgelenkt werden. Denn das Erkennen dieser Gemeinsamkeiten kann eine Waffe sein und ist unabdingbar für die Verteidungung sozialer Errungenschaften und den erfolgreichen Kampf für eine revolutionäre Perpektive jenseits von Hunger, Ausbeutung und Krieg. Den Klassenkämpfen weltweit, die sich gegen imperialistische Einflussnahme wehren muss unsere Solidarität gelten.
Auf die Straße in Freiburg gegen die G20
In diesem Jahr finden keine großen zentralen Gipfelproteste in Frankreich statt, anders als beispielsweise 2007 beim G8-Gipfel in Heiligendamm oder 2009 beim NATO-Gipfel in Strasbourg und Kehl. Wir folgen dem Aufruf der globalisierungskritischen Bewegung zu dezentralen Aktionen und werden am 5. November 2011 im Dreiländereck in Freiburg unseren Protest gegen die herrschenden Verhältnisse lautstark und entschlossen auf die Straße tragen. Beteiligt euch an der Demonstration und werdet aktiv für eine Welt ohne Ausbeutung und Krieg.
Unterstützer: (Stand 07.10.2011)
Allgemeinpolitisches Referat des UStA der PH Freiburg
Antifaschistische Jugend Ludwigshafen/Mannheim
Antifaschistische Linke Bühl-Achern
Antifaschistische Linke Freiburg
Arbeitskreis Internationalismus Stuttgart
Autonome Antifa Heidenheim
Autonome Antifa Schwäbisch Hall
DIE LINKE Kreisverband Freiburg
Falken Freiburg
Gruppe 76 Rastatt/Murgtal
Hendrijk Guzzoni (Stadtrat der Linken Liste in Freiburg)
Irene Vogel (Stadträtin der Unabhängigen Frauen Freiburg)
Linke Aktion Villingen-Schwenningen
Marxistische Aktion Tübingen
Offenes Treffen gegen Krieg und Militarisierung Stuttgart
Radikale Linke Nürnberg, organisiert in der Interventionistischen Linken
Revolutionäre Aktion Stuttgart
Revolutionäre Linke Heilbronn
Rote Aktion Mannheim
Rote Szene Hamburg
SoL * Sozialistische Linke
Zusammen Kämpfen [Stuttgart]

Für den 22. Oktober 2011 rufen Nazis zu einer Demonstration in Offenburg unter dem Motto „Nur regional ist national – ohne Bauernstand stirbt unser Vaterland“ auf. Dabei weisen sie in ihrem Aufruf selbst daraufhin, dass es ihnen weniger um die Situation der Bauern in der Region geht, sondern vielmehr darum, am Jahrestag der Deportation der badischen Juden nach Gurs, eben diese zu verhöhnen. Nachdem ein geplanter Aufmarsch der Faschisten am 23.10.2010 erfolgreich verhindert werden konnte, wollen die Nazis dieses Jahr erneut versuchen ihr braunes Gedankengut auf der Straße zu verbreiten. In letzter Zeit häufen sich rechte Aktivitäten in Offenburg. So griffen die Nazis schon mehrmals den selbstverwalteten Jugendraum Kessel an, oder bedrohten dessen Besucher. Es wurden vermehrt Nazi-Aufkleber entdeckt und immer wieder wurden Jugendliche von Nazis in der Stadt angepöbelt und attackiert. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Nazis in Offenburg weiter Fuß fassen. Auf der Internetseite, auf der die Nazis für ihre Demonstration am 22.10 mobiliseren, kündigten sie jüngst – in klarer Anspielung an die Massenvernichtungslager der Nazis-, aktiven AntifaschistInnen ein ende im Ofen an.
Um vor dem 22.10.2011 bereits ein inhaltlich klares Zeichen gegen Nazis zu setzen und antifaschistische Strukturen zu stärken, ruft das „Antifaschistische Bündnis Ortenau“, ein Zusammenschluss verschiedener Antifagruppen aus der Region für den 08.10.2011 zu einem antifaschistischen Aktionstag auf. Mittags wird es eine Demonstration geben, anschließend ein Straßenfest vor dem selbstverwalteten Jugendraum „Kessel“ und am Abend ein Konzert im „Kessel“. In Freiburg haben Nazis nach wie vor einen eher schlechten Stand, was sicherlich auch damit zusammenhängt das es in Freiburg eine relativ große antifaschistische und linke Szene gibt und ein gesellschaftliches Klima, welches sich gegen Nazis richet. Doch während Nazis es hier nach wie vor nicht schaffen nennenswert Fuß zu fassen, gelingt es ihnen im Umland immer wieder sich zu verankern. Nazistrukturen, wie jetzt in Offenburg wachsen und werden immer gefährlicher. Da Nazis mit ihren Demonstrationen bestimmte Ziele verfolgen wie Gewöhnung der Öffentlichkeit an ihre Propaganda, Einschüchterung potenzieller Feinde, aber auch nach „innen“ gerichtete Ziele wie Stärkung des Zusammgehörigkeitsgefühl, Herausbildung neuer Kader etc.- ist es wichtig nicht nur fern ab vom Geschehen Protestveranstaltungen abzuhalten. Um den Nazis am 22.10 eine Niederlage zu bescheren und ihnen so in ihrem Bemühen des Aufbaues neuer Strukturen wirksam und nachhaltig zu schaden, ist es notwendig den Aufmarsch wenn möglich komplett zu verhindern. Hier haben sich zum Beispiel organisierte Massenblockaden, wie jüngst in Dresden im Februar 2011, als ein effektives Mittel erwiesen. Wir rufen daher dazu auf, sich aus Freiburg am Aktionstag am 08.10.2011 zu beteiligen und massenhaft am 22.10.2011 den Naziaufmarsch in Offenburg zu verhindern.
Unterstützerliste (alphabetisch):
Aktion Bleiberecht Freiburg, Antifaschistische Linke Freiburg, DGB-Kreisverband Freiburg, Die Linke Freiburg, DKP Freiburg, Falken Freiburg, FAU Freiburg, Fraktion Unabhängige Listen Freiburg, Linksjugend [’solid] BaWü, Rebell Freiburg, Revolution Freiburg, Soziokultur Schopfheim e.V. Café Irrlicht, Unabhängige Frauen Freiburg, USTA PH Freiburg, ver.di Jugend Südbaden, ver.di Kreisverband Freiburg, VVN-BdA Kreis Freiburg
Freiburger Flyer: Vorderseite | Rückseite
Mehr Infos: www.antifa-ortenau.tk
Am 8. Mai 2011, dem Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus, veranstalteten die Ortsgruppen der Falken aus Freiburg, Bühl und Rastatt eine gemeinsame Gedenkstättenfahrt in das ehemalige Konzentrationslager Natzweiler-Struthof im Elsaß.
30 junge Menschen beteiligten sich an der Busfahrt und besichtigten neben dem Museum „Europäisches Zentrum des deportierten Widerstandskämpfers“ den noch erhaltenen Teil des Lagers. Vor Ort gab es eine 3-stündige Führung von zwei ReferentInnen und genug Zeit, Eindrücke zu sammeln, Fragen zu stellen und sich auszutauschen.
Nach nun fast sieben Jahrzehnten der Kapitulation Nazi-Deutschlands ist es heute wie damals wichtig sich der Opfer der faschistischen Barbarei zu erinnern, ihren Ursprung zu verstehen und neue Auswüchse dieser zu verhindern. In diesem Sinne:
Nie wieder Faschismus!
Nie wieder Krieg!
Am 8. Mai 2011, dem Tag der Befreiung vom Faschismus, fahren wir zusammen mit den Kreisverbänden der Falken aus Rastatt und Bühl zur KZ-Gedenkstätte Struthof-Natzweiler. Die Stätte des ehemaligen Lagers Natzweiler ist ein Ort der Erinnerung und der Besinnung, ein in den Vogesen verankertes Zeugnis der Geschehnisse, die sich vor über 60 Jahren im Herzen Europas abgespielt haben.
Fahrt & Programm:
Der Bus fährt in Freiburg am Sonntag, den 8. Mai 2011, pünktlich um 10 Uhr am Konzerthaus ab. 11:30 Uhr ist Abfahrt vor dem Sozialen Zentrum Caracol in Bühl. Wir werden ca. 13 Uhr an der Gedenkstätte sein. Vor Ort wird es eine ca. 3-stündige Führung geben und genug Zeit, Eindrücke zu sammeln, Fragen zu stellen und sich auszutauschen.
Preis:
Der Gesamtpreis für Fahrt, Eintritt und Führung beträgt 12 Euro pro Person. Über Spenden freuen wir uns natürlich sehr. Wenn ihr mitfahren wollt, dann meldet euch unter freiburg(ÄT)sjd-falkenbw.de.
Flyer: Vorderseite | Rückseite
Heilbronn stellt sich quer – Den Naziaufmarsch am 1.Mai blockieren!
Am 1.Mai wollen in Heilbronn Faschisten aufmarschieren. Das „nationale und soziale Aktionsbündnis 1.Mai“ hat eine süddeutschlandweite Großdemonstration angemeldet, zu der von zahlreichen Nazi-Gruppen aufgerufen wird. Neben den NPD-Landesverbänden Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland- Pfalz und deren Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ werben vor allem auch militante „Freie Nationalisten“ und „Kameradschaften“ aus Süddeutschland für den Aufmarsch. Nach den Aufmärschen am 1. Mai in Ulm 2009 und in Schweinfurt 2010, an denen jeweils zwischen 800 und 1000 Nazis teilnahmen, wollen die Faschisten jetzt in Heilbronn durch ein zentrales Großevent den traditionellen Tag der Arbeiterinnen und Arbeiter besetzen und ihre menschenverachtende Propaganda verbreiten.
Unter dem Motto „Fremdarbeiterinvasion stoppen! Arbeitsplätze zuerst für Deutsche“ wollen sie Ängste und Vorurteile in der Bevölkerung schüren und ihre nationalistische und rassistische Ideologie als Lösung sozialer Probleme darstellen. Gerade in Arbeiterstädten wie Heilbronn, wo sich die Arbeits- und Lebensbedingungen für viele Menschen zunehmend verschlechtern und wo MigrantInnen aus vielen verschiedenen Ländern leben, erhoffen sich die Nazis einen Nährboden für ihre Hetze und somit am 1.Mai ein leichtes Spiel.
Wir aber können dieses Spiel schon beenden, bevor es angefangen hat! Gemeinsam, friedlich, kreativ, international und bunt gilt es am 1.Mai gegen die Faschisten auf die Straße zu gehen und zu zeigen, dass sie hier nicht erwünscht sind.
Wir dürfen uns dabei allerdings nicht auf eine symbolische Geste beschränken. Wenn die Nazis am 1.Mai durch Heilbronn marschieren, haben sie ihr Ziel erreicht. Das wird ihre Szene und ihr Selbstbewusstsein stärken und sie zu weiteren Aktionen ermutigen. Wozu es führt, wenn Nazis selbstbewusst auftreten, konnten wir beim Brandanschlag auf einen türkischen Supermarkt in Neckarsulm letztes Jahr sehen und wir können es täglich in „national befreiten Zonen“ in Ostdeutschland beobachten, wo sie Jagd auf MigrantInnen, Obdachlose, Homosexuelle, Linke und alle machen, die nicht in ihr Menschenbild passen.
Deshalb rufen wir dazu auf, die Nazis am 1.Mai entschlossen zu blockieren. Sitzend, liegend, stehend, tanzend. Von uns wird an diesem Tag keinerlei Eskalation ausgehen. Das Beispiel Dresden zeigt uns, dass dies möglich ist, wenn alle GegnerInnen der Nazis – trotz unterschiedlicher politischer Ansichten – solidarisch zusammenhalten, sich gegenseitig respektieren und nicht spalten lassen. Lasst uns am 1. Mai genau da sein, wo die Nazis hin wollen. Lasst uns viele sein!
Gemeinsam die Nazis stoppen!
Heilbronn stellt sich quer!
Blockade-Bündnis gegen den Naziaufmarsch
->UnterstützerInnen des Aufrufes findet ihr hier.
->Bus aus Freiburg
Am 140. Geburtstag von Rosa Luxemburg kamen am Samstag Jugendliche aus ganz Baden-Württemberg zur Landeskonferenz der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken zusammen. Unter dem Motto „Falken Baden-Württemberg – Wir sind Klasse!“ diskutierten die 39 Delegierten im Jugendkulturzentrum Forum über das Programm der kommenden zwei Jahre, die Öffnung ihrer Kinder- und Jugendverbandsarbeit für Migranten und wählten einen neuen Vorstand.
Der Landesvorstand der Falken erhält ein neues Gesicht. Alle sieben Vorstandsmitglieder zwischen 19 und 24 Jahren wurden erstmals in den Landesvorstand gewählt. Neuer Vorsitzender ist Georg Weininger aus Karlsruhe, ihm zur Seite stehen als stellvertretende Vorsitzende die Mannheimerin Julia Lück sowie Kevin Sprauer aus Bühl. Unterstützung erhält der geschäftsführende Vorstand noch von vier Beisitzern.
Georg Weininger freut sich über die erfolgreiche Konferenz und sieht die Falken in Baden-Württemberg auf einem guten Weg. „. Wir wollen mit Kindern und Jugendlichen demokratisches und solidarisches Zusammenleben erlernen und erleben. In den nächsten zwei Jahren wollen wir die Renaissance des politischen Kinder- und Jugendverbands vorantreiben. Dazu ist unser Landesverband sehr gut aufgestellt.“
Solidarische Erziehung weltweit
Inhaltlicher Schwerpunkt der Falken-Landeskonferenz war die interkulturelle Öffnung des Verbandes. In einer Podiumsdiskussion wurde mit Experten der verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit über Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Integration von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen in die verbandliche Praxis diskutiert. In der Folge wurde von den Delegierten ein Antrag beschlossen, der eine stärkere Einbindung von Flüchtlingen, Asylsuchenden und Illegalisierten in die eigene Arbeit fordert.
Im Leitantrag der Konferenz wurden die kommenden Aufgaben und das eigene Verständnis formuliert. Schwerpunkte sind die politische Bildungsarbeit, ein solidarisches Erziehungskonzept ab dem Kindesalter sowie die Schaffung weiterer Falken-Einrichtungen. Als Gäste auf der Konferenz waren der Kreisvorsitzende der SPD Mannheim Wolfgang Katzmarek, Vertreter der Gewerkschaftsjugend sowie die Organisation der türkeistämmigen DIDF-Jugend mit Grußworten vertreten.
Torte für Rosa Luxemburg
Vor der Konferenz feierten knapp 100 Falken auf dem Marktplatz mit Torte und Info-Stand den Geburtstag von Rosa Luxemburg, die für viele der Verbandsmitglieder noch immer eine Vorbildfunktion einnimmt. Mit der Aktion wollten die Falken ein Zeichen gegen die zunehmende Präsenz der Bundeswehr in Kriegseinsätzen und im Landesinneren setzen. Rosa Luxemburg wirkte mit ihrer theoretischen und praktischen Arbeit für den Sozialismus, die internationale Solidarität der Arbeiterklasse und gegen Militarismus und Krieg.
Wir der Ortsverband Freiburg der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken verfolgen die aktuelle Diskussion über die geplante Kündigung des Mietvertrages des Café Irrlichts im südbadischen Schopfheim mit großer Sorge und noch mehr Unverständnis. Per Gemeinderatsbeschluss wollen rechte Hardliner einen Ort zerstören, der für die Jugend in der Region Südbaden viel bedeutet. Dass dieser Antrag von der SPD (!) im Gemeinderat der Kleinstadt eingereicht wurde verärgert uns sehr.
Das Café Irrlicht in Schopfheim ist eines der wenigen selbstverwalteten Jugendzentren in Baden-Württemberg. Es ist ein Freiraum von und für Jugendliche, die ehrenamtlich für eine kulturelle und politische Bereicherung in der Region sorgen. Das Irrlicht bietet jungen Menschen die Möglichkeit aktiv zu werden, Verantwortung zu übernehmen und leistet somit einen wichtigen Beitrag in der demokratischen Jugendarbeit. Dabei handelt das Irrlicht stets unter antifaschistischen und antirassistischen Grundprinzipien und bietet auch jungen Menschen mit kleinem Geldbeutel einen Ort zur Entfaltung. Der Verein Soziokultur Schopfheim e.V., Träger des Irrlichts, vertritt in seiner ganzen Bandbreite die Ziele, für die auch wir Falken einstehen.
Die SPD sollte sich hüten, auch in Anbetracht ihrer eigenen Geschichte, jetzt als Erfüllungsgehilfin der lokalen Naziszene zu dienen. Denn auch die südbadischen Faschisten fordern die Schließung des Irrlichtes, allerdings fehlt ihnen der Einfluss im Gemeinderat und bei der Polizei. Wir fordern die Schopfheimer Sozialdemokraten auf, den Antrag zurückzuziehen!
Solidarität mit dem Café Irrlicht in Schopfheim!
Unterschreibt die Petition für den Erhalt des Café Irrlichts!!!
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