Schulkalender erhältlich

Seit geraumer Zeit ist der Falken-Schulkalender erhältlich. Er entstand aus einer Zusammenarbeit der Falken und der DIDF-Jugend. Der Schulkalender bietet euch neben einer besseren Organisationsmöglichkeit auch kleine Texte, die ein Basiswissen z.B. über Faschismus oder die Extremismustheorie vermitteln. Außerdem findet ihr wöchentlich ein neues Zitat bekannter Sozialistinnen und Sozialisten. Und noch vieles mehr! Ihr könnt den Kalender bei uns kostenlos bestellen. Schreibt uns einfach eine kurze Email.

Initiative für ein Linkes Zentrum in Freiburg

www.​liz-​frei­burg.​org

Im Som­mer 2011 haben sich un­ter­schied­li­che Grup­pen und Ein­zel­per­so­nen ge­trof­fen, um „In­itia­ti­ve für ein lin­kes Zen­trum“ zu er­grei­fen. Unser Ziel ist es, in­ner­halb der nächs­ten Mo­na­te ge­eig­ne­te Räum­lich­kei­ten für ein so­zio­kul­tu­rel­les Zen­trum im Stadt­teil Stüh­lin­ger zu fin­den, das über die linke Szene hin­aus z.B. auch von Nach­ba­rIn­nen als nicht-​kom­mer­zi­el­ler Treff­punkt ge­schätzt und ge­nutzt wird.

Ein Lin­kes Zen­trum soll als un­ab­hän­gi­ger Ort ver­stan­den und or­ga­ni­siert wer­den, der aktiv und of­fen­siv linke Po­li­tik in die Ge­sell­schaft trägt, und zahl­rei­chen Men­schen eine In­fra­struk­tur bie­tet, sich ge­mein­sam mit an­de­ren zu en­ga­gie­ren. Eine un­ter­schied­li­che so­zia­le Her­kunft soll als Chan­ce und Res­sour­ce im Kampf für eine be­frei­te Ge­sell­schaft ge­nutzt wer­den. Dabei wol­len wir ge­sell­schaft­li­che Brü­che sicht­bar ma­chen und pro­duk­tiv für eine linke (All­tags-​)Pra­xis nut­zen.

Als zen­tra­le in­halt­li­che Klam­mer sehen wir den Kampf gegen all­täg­li­che Aus­beu­tung; gegen Ras­sis­mus und Se­xis­mus und für eine Per­spek­ti­ve jen­seits der ka­pi­ta­lis­ti­schen Ver­hält­nis­se. Wich­tigs­ter Be­zugs­punkt ist eine Ge­sell­schaft in der das In­ter­es­se des Pro­fits nicht län­ger über die In­ter­es­sen einer frei­en und ega­li­tä­ren Ge­sell­schaft ge­stellt wird. In un­se­rem Pro­jekt geht es, wenn auch zu­nächst auf klei­ner Ebene, um die Ver­wirk­li­chung von Idea­len, die un­er­läss­lich für den Auf­bau einer so­li­da­ri­schen Ge­sell­schaft sind: Wir wol­len ge­mein­sam und gleich­be­rech­tigt la­chen, strei­ten und ar­bei­ten.

Dabei sind wir ex­pli­zit so­li­da­risch mit links­ra­di­ka­len und au­to­no­men Struk­tu­ren und Räu­men. Wir ver­ste­hen un­se­re In­itia­ti­ve so­wohl als Er­gän­zung zu die­sen, als auch zu schon be­ste­hen­den Stadt­eil­zen­tren. Wir wol­len viel­mehr einen Raum schaf­fen für linke Po­li­tik, den auch die­je­ni­gen Teile der frei­bur­ger Be­völ­ke­rung, die nicht Teil einer ‘lin­ken’ Szene sind, nut­zen kön­nen.

Raum ge­sucht!

Mit­tel­punkt des Lin­ken Zen­trum soll ein grö­ße­rer Ver­an­stal­tungs­raum sein. Wahl­wei­se be­stuhlt für Vor­trä­ge, Sit­zun­gen und der­glei­chen oder ge­müt­lich für Volks­kü­chen, Kino und an­de­re Ak­ti­vi­tä­ten bie­tet er Platz für die ver­schie­dens­ten Ideen und Pro­jek­te. Eine klei­ne Theke mit Koch­ge­le­gen­heit soll die­sen Raum er­gän­zen. Vor­ge­se­hen ist auch ein Raum für einen In­fo­la­den – nutz­bar als Rück­zugs­ort für Grup­pen­tref­fen, zum Lesen, für Nach­hil­fe­an­ge­bo­te und hof­fent­lich vie­les mehr. Sa­ni­tä­re An­la­gen und ein klei­ner La­ger­raum sind eben­so not­wen­dig. Zu­sätz­li­che Räume im fi­nan­zi­el­len Rah­men könn­ten noch Platz bie­ten für ein se­pa­ra­tes Büro o.ä. Er­folg­ver­spre­chen­de Bei­spie­le für un­se­re Vor­stel­lun­gen gibt es be­reits in meh­re­ren Städ­ten Ba­den-​Würt­tem­bergs.

Wir su­chen einen sol­chen Raum vor­wie­gend im Stadt­teil Stüh­lin­ger. In­nen­stadt­nah kön­nen wir von dort In­itia­ti­ven für ein ge­rech­te­res Frei­burg star­ten, Nach­bar­schafts­ar­beit leis­ten und sind be­quem er­reich­bar aus allen Him­mels­rich­tun­gen.

Spen­den und Un­ter­stüt­zung

Wir su­chen Un­ter­stüt­zung – sei es ide­ell, prak­tisch oder fi­nan­zi­ell. Hier­für sind wir auf Spen­den und Dau­er­auf­trä­ge an­ge­wie­sen. Zum einen be­steht die Fi­nan­zie­rung des Lin­ken Zen­trums aus den Bei­trä­gen der Grup­pen die Teil der In­itia­ti­ve sind und die Räume mit nut­zen wer­den, aus den Ein­nah­men des lau­fen­den Be­trie­bes und aus Ak­tio­nen wie So­li­par­tys, Ver­kauf­stän­de und ähn­li­ches. Doch in ers­ter Linie sind wir auf Dau­er­auf­trä­ge von Un­ter­stüt­ze­rIn­nen, wel­che die Haupt­säu­le der Fi­nan­zie­rung bil­den, an­ge­wie­sen. Bei einer Staf­fe­lung der Be­trä­ge in 20, 10 oder 5 Euro mo­nat­lich be­nö­ti­gen wir knapp 80 Dau­er­auf­trä­ge oder Ein­zugs­er­mäch­ti­gun­gen um unser Pro­jekt rea­li­sie­ren zu kön­nen. Hier­bei hof­fen wir auf eure Un­ter­stüt­zung. Soll­te unser Pro­jekt, aus wel­chen Grün­den auch immer, schei­tern, zah­len wir bis dahin ge­zahl­te Spen­den selbst­ver­ständ­lich zu­rück. Davon ist je­doch nicht aus­zu­ge­hen. Im Ge­gen­teil, wir freu­en uns schon dar­auf bald ge­mein­sam mit euch das neue Linke Zen­trum in Frei­burg er­öff­nen zu kön­nen.

Kon­takt: info [ät] liz-​frei­burg [punkt] org
Infos zu Spen­den
Down­load Flyer als PDF (8,5 MB)

Emmendingen nazifrei!

emmendingen nazifrei

KEIN NAZIAUFMARSCH IN EMMENDINGEN
Gemeinsam gegen Rechtsextremismus!

Das Aktionsbündnis „Emmendingen Nazifrei – Bündnis für ein tolerantes und demokratisches Emmendingen“ ruft alle Menschen zu einem gemeinsamen Aktionstag auf:

Zum Gedenken der Deportation der badischen und saar-pfälzischen BürgerInnen jüdischen Glaubens nach Gurs.

Gegen den Aufmarsch der Rechtsextremen

Nach der abgesagten Demonstration am 22. Oktober in Offenburg wollen die Neonazis nun in Emmendingen aufmarschieren. Ziel der Neonazis ist es, ihr rassistisches, menschenverachtendes und faschistisches Gedankengut in Emmendingen offen zur Schau zu tragen.

Besonders beschämend ist der Umstand, dass vor 71 Jahren, am 22. Oktober 1940, die badischen und saar-pfälzischen BürgerInnen jüdischen Glaubens von den Nazis ins Konzentrationslager nach Gurs deportiert wurden. Nachdem die Nazis im letzten Jahr ihren Aufmarsch in Offenburg probiert haben, planen sie nun in Emmendingen aufzumarschieren.

Dies gilt es zu verhindern!

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen, deshalb geben wir den Nazis keinen Fußbreit in Emmendingen! Wir lassen den Nazis keine Stimme – Wir wollen kein menschenverachtendes Gedankengut in Emmendingen!

Lasst uns gemeinsam demokratisch ein friedliches Zeichen entgegensetzen!

Programm:

09-18 Uhr: Bunter Markt für ein tolerantes und demokratisches Emmendingen von den BündnispartnerInnen, Marktplatz Emmendingen

10:30 – 11:30 Uhr: Bündnis-Kundgebung auf dem Marktplatz

Der Aufruf wird unterstützt von:

AWO Kreisverband Emmendingen, CDU-Kreisverband Emmendingen, DGB Ortsverband Waldkirch-Elztal und Umgebung, DGB-Region Südbaden, Die Linke KV Emmendingen, Emmendinger Tafel e.V., Falken Bühl, GEW Freiburg, GEW Emmendingen, Grüne Jugend Offenburg, Integrative Waldorfschule Emmendingen, Junge Union KV Emmendingen, Jusos Emmendingen, Jusos Freiburg, Linksjugend [solid] Ortenau, Motorradclub Kuhle Wampe Freiburg, Ortsverband Grüne Emmendingen, Personalrat am Zentrum für Psychiatrie Emmendingen, SJD – Die Falken KV Bühl-Ortenau, SJD – Die Falken LV Baden-Württemberg, SJD – Die Falken KV Freiburg, SPD-Kreisverband Emmendingen, SPD-Ortsverein Emmendingen, UStA der Pädagogischen Hochschule Freiburg, ver.di Bezirk Südbaden, Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen, VVN/BdA Kreisverband Emmendingen

no g20 – Die Krise heißt Kapitalismus

www.no-g20.tk

no g20 freiburg

Nach­dem be­reits im Mai 2011 der G8-​Gip­fel im fran­zö­si­schen De­au­vil­le statt­ge­fun­den hat, wol­len sich die Re­gie­rungs-​ und Fi­nanz­chefs der 20 mäch­tigs­ten In­dus­trie-​ und Schwel­len­län­der An­fang No­vem­ber 2011 im fran­zö­si­schen Can­nes tref­fen. Ge­mein­sam mit Ver­tre­tern des In­ter­na­tio­na­len Wäh­rungs­fonds (IWF) und der Welt­bank (WB) set­zen sich die Staats­ober­häup­ter der „Grup­pe der 20″ (G20) an einen Tisch um welt­wei­te „Kri­sen­be­wäl­ti­gungs­maß­nah­men“ in Form von So­zi­al­ab­bau, Spar­dik­tat und im­pe­ria­lis­ti­schen In­ter­ven­tio­nen zu ko­or­di­nie­ren.

Die Krise heißt Ka­pi­ta­lis­mus

Die Krise ist längst nicht vor­über. Grie­chen­land, Ir­land und Por­tu­gal schei­nen so gut wie plei­te und sind auf die „Ret­tung“ durch IWF, EZB und EU an­ge­wie­sen. Doch vor allem in Grie­chen­land wird deut­lich, was diese Ab­hän­gig­keit für die Men­schen be­deu­tet. Der Aus­ver­kauf des Lan­des ist in vol­lem Gange. Im Zuge der Pri­va­ti­sie­rungs­po­li­tik wer­den einst staat­li­che Be­rei­che an aus­län­di­sche, nicht zu­letzt auch an deut­sche In­ves­to­ren, aus­ver­kauft. Er­kämpf­te so­zia­le Stan­dards wer­den zu­rück­ge­nom­men, das Ren­ten­ein­tritts­al­ter wird her­auf­ge­setzt, die Löhne sin­ken. Was in Grie­chen­land in zu­ge­spitz­ter Form zu be­ob­ach­ten ist, näm­lich die Um­ver­tei­lung des Reich­tums von unten nach oben, steht über­all auf der Ta­ges­ord­nung.

Ge­ra­de auch in Deutsch­land setzt sich der Abbau der So­zi­al­staat­lich­keit fort, Leis­tun­gen wer­den ge­kürzt, der Ar­beits­markt „fle­xi­bi­li­siert“, was für viele Men­schen nichts an­de­res be­deu­tet als Ar­beit­lo­sig­keit und so­zia­ler Ab­stieg. Die Grund­be­dürf­nis­se der Men­schen wer­den ge­op­fert um wei­ter­hin die Pro­fit­in­ter­es­sen des Fi­nanz-​ und Wirt­schafts­sek­tors durch­zu­set­zen. Eine So­zia­li­sie­rung der Ver­lus­te fin­det statt und damit ein­her­ge­hend die Pri­va­ti­sie­rung der Ge­win­ne. Das heißt we­ni­ger Geld für Bil­dung, so­zia­le Si­che­rung und Ge­sund­heits­ver­sor­gung und Mil­li­ar­den aus öf­fent­li­chen Gel­dern für so­ge­nann­te Ret­tungs­pa­ke­te. Die BRD setzt diese Po­li­tik nicht nur im ei­ge­nen Land kon­se­quent durch, bei­spiels­wei­se durch die Agen­da 2010, son­dern nimmt hier­bei eine Vor­rei­ter­rol­le in Eu­ro­pa ein.

Die G20 ist of­fen­sicht­lich nicht daran in­ter­es­siert die Le­bens­be­din­gun­gen der lohn­ab­hän­gi­gen Men­schen zu ver­bes­sern. Viel­mehr dient die Krise als Le­gi­ti­ma­ti­on für Kür­zungs­wahn und So­zi­al­ab­bau mit dem Ziel die ka­pi­ta­lis­ti­schen Ver­wer­tungs­be­din­gun­gen zu op­ti­mie­ren. Die Be­dürf­nis­se der Men­schen spie­len im Ka­pi­ta­lis­mus keine Rolle. Und was bei uns pre­kä­re Be­schäf­ti­gung oder Ar­beits­lo­sig­keit und damit so­zia­le Aus­gren­zung be­deu­tet, heißt im Tri­kont und in Tei­len der Schwel­len­län­der Hun­ger, Krank­heit und Tod.

Krieg dem Krieg

Auf der Ta­ges­ord­nung der G20 ste­hen längst nicht mehr nur wirt­schaft­li­che Fra­gen. Auch eine ge­mein­sa­me „Si­cher­heits­po­li­tik“ wird immer mehr zum Thema. Durch den, seit den 80er Jah­ren vor­an­schrei­ten­den und durch den Weg­fall der Sys­tem­kon­kur­renz noch be­schleu­nig­ten Sie­ges­zug der neo­li­be­ra­len Glo­ba­li­sie­rung, kommt es ver­stärkt zu mi­li­tä­ri­schen In­ter­ven­tio­nen zur Durch­set­zung geo­stra­te­gi­scher und wirt­schaft­li­cher In­ter­es­sen. Zum einen zeigt sich das darin, dass mit Hilfe von In­sti­tu­tio­nen wie IWF und Welt­bank welt­weit Wirt­schafts­räu­me im Sinne west­li­cher In­ter­es­sen re­struk­tu­riert wer­den. Dies äu­ßert sich darin, dass bei­spiels­wei­se die BRD und Frank­reich der­zeit Grie­chen­land dik­tie­ren, wie es sei­nen Haus­halt zu sa­nie­ren hat. Aber auch die Durch­set­zung von Frei­han­dels­zo­nen in wei­ten Tei­len des Tri­konts sind hier­für ein Bei­spiel.

Auf der an­de­ren Seite ge­win­nen auch di­rek­te mi­li­tä­ri­sche In­ter­ven­tio­nen und die In­stal­la­ti­on von Mario­net­ten­re­gi­men immer mehr an Be­deu­tung. Im Irak, in Af­gha­nis­tan und auch in Li­by­en zeigt sich deut­lich, dass es bei die­sen En­sät­zen nicht um den Schutz von Men­schen­rech­ten und De­mo­kra­tie geht son­dern um die Si­che­rung von Res­sour­cen und um die Er­schlie­ßung neuer Märk­te mit dem er­wünsch­ten Ne­ben­ef­fekt der An­kur­be­lung der Rüs­tungs­in­dus­trie, mit den ent­spre­chen­den Fol­gen für die Be­völ­ke­rung vor Ort.

In­ter­na­tio­na­le So­li­da­ri­tät muss prak­tisch wer­den

Seit die G8-​Tref­fen, nicht zu­letzt durch zu­neh­men­de Gip­fel-​Pro­tes­te der glo­ba­li­sie­rungs­kri­ti­schen Be­we­gung, immer mehr in eine Le­gi­ti­ma­ti­ons­kri­se ge­ra­ten, wer­den sie nun nach und nach von den G20 ab­ge­löst. Gerne wird be­haup­tet, dass die Frage der Le­gi­ti­ma­ti­on nun kein Thema mehr sei, da die G20 nun ja 2/3 der Welt­be­völ­ke­rung re­prä­sen­tie­ren wür­den. Im we­sent­li­chen han­delt es sich je­doch um die Re­gie­run­gen der rei­chen ka­pi­ta­lis­ti­schen Staa­ten, die hier am Tisch sit­zen und im Sinne der be­sit­zen­den Klas­se han­deln und nicht im Sinne von 2/3 der Welt­be­völ­ke­rung. Die welt­wei­te Durch­set­zung des neo­li­be­ra­len Ka­pi­ta­lis­mus macht ge­leb­te in­ter­na­tio­na­le So­li­da­ri­tät not­wen­di­ger denn je. Die herr­schen­de Klas­se setzt alles daran diese So­li­da­ri­tät im Keim zu er­sti­cken. Durch die stän­di­ge Hetze gegen „faule Grie­chen“, die selbst Schuld an „ihrer Krise“ hät­ten, soll von den ge­mein­sa­men In­ter­es­sen der Lohn­ab­hän­gi­gen hier und in Grie­chen­land ab­ge­lenkt wer­den. Denn das Er­ken­nen die­ser Ge­mein­sam­kei­ten kann eine Waffe sein und ist un­ab­ding­bar für die Ver­tei­dun­gung so­zia­ler Er­run­gen­schaf­ten und den er­folg­rei­chen Kampf für eine re­vo­lu­tio­nä­re Per­pek­ti­ve jen­seits von Hun­ger, Aus­beu­tung und Krieg. Den Klas­sen­kämp­fen welt­weit, die sich gegen im­pe­ria­lis­ti­sche Ein­fluss­nah­me weh­ren muss un­se­re So­li­da­ri­tät gel­ten.

Auf die Stra­ße in Frei­burg gegen die G20

In die­sem Jahr fin­den keine gro­ßen zen­tra­len Gip­fel­pro­tes­te in Frank­reich statt, an­ders als bei­spiels­wei­se 2007 beim G8-​Gip­fel in Hei­li­gen­damm oder 2009 beim NA­TO-​Gip­fel in Stras­bourg und Kehl. Wir fol­gen dem Auf­ruf der glo­ba­li­sie­rungs­kri­ti­schen Be­we­gung zu de­zen­tra­len Ak­tio­nen und wer­den am 5. No­vem­ber 2011 im Drei­län­der­eck in Frei­burg un­se­ren Pro­test gegen die herr­schen­den Ver­hält­nis­se laut­stark und ent­schlos­sen auf die Stra­ße tra­gen. Be­tei­ligt euch an der De­mons­tra­ti­on und wer­det aktiv für eine Welt ohne Aus­beu­tung und Krieg.

Un­ter­stüt­zer: (Stand 07.​10.​2011)

All­ge­mein­po­li­ti­sches Re­fe­rat des UStA der PH Frei­burg
An­ti­fa­schis­ti­sche Ju­gend Lud­wigs­ha­fen/Mann­heim
An­ti­fa­schis­ti­sche Linke Bühl-​Achern
An­ti­fa­schis­ti­sche Linke Frei­burg
Ar­beits­kreis In­ter­na­tio­na­lis­mus Stutt­gart
Au­to­no­me An­ti­fa Hei­den­heim
Au­to­no­me An­ti­fa Schwä­bisch Hall
DIE LINKE Kreis­ver­band Frei­burg
Fal­ken Frei­burg
Grup­pe 76 Ras­tatt/Murg­tal
Hen­d­ri­jk Guz­zo­ni (Stadt­rat der Lin­ken Liste in Frei­burg)
Irene Vogel (Stadt­rä­tin der Un­ab­hän­gi­gen Frau­en Frei­burg)
Linke Ak­ti­on Vil­lin­gen-​Schwen­nin­gen
Mar­xis­ti­sche Ak­ti­on Tü­bin­gen
Of­fe­nes Tref­fen gegen Krieg und Mi­li­ta­ri­sie­rung Stutt­gart
Ra­di­ka­le Linke Nürn­berg, or­ga­ni­siert in der In­ter­ven­tio­nis­ti­schen Lin­ken
Re­vo­lu­tio­nä­re Ak­ti­on Stutt­gart
Re­vo­lu­tio­nä­re Linke Heil­bronn
Rote Ak­ti­on Mann­heim
Rote Szene Ham­burg
SoL * So­zia­lis­ti­sche Linke
Zu­sam­men Kämp­fen [Stutt­gart]

Aufruf: Freiburg gegen Faschismus

Für den 22. Oktober 2011 rufen Nazis zu einer Demonstration in Offenburg unter dem Motto „Nur regional ist national – ohne Bauernstand stirbt unser Vaterland“ auf. Dabei weisen sie in ihrem Aufruf selbst daraufhin, dass es ihnen weniger um die Situation der Bauern in der Region geht, sondern vielmehr darum, am Jahrestag der Deportation der badischen Juden nach Gurs, eben diese zu verhöhnen. Nachdem ein geplanter Aufmarsch der Faschisten am 23.10.2010 erfolgreich verhindert werden konnte, wollen die Nazis dieses Jahr erneut versuchen ihr braunes Gedankengut auf der Straße zu verbreiten. In letzter Zeit häufen sich rechte Aktivitäten in Offenburg. So griffen die Nazis schon mehrmals den selbstverwalteten Jugendraum Kessel an, oder bedrohten dessen Besucher. Es wurden vermehrt Nazi-Aufkleber entdeckt und immer wieder wurden Jugendliche von Nazis in der Stadt angepöbelt und attackiert. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Nazis in Offenburg weiter Fuß fassen. Auf der Internetseite, auf der die Nazis für ihre Demonstration am 22.10 mobiliseren, kündigten sie jüngst – in klarer Anspielung an die Massenvernichtungslager der Nazis-, aktiven AntifaschistInnen ein ende im Ofen an.

Um vor dem 22.10.2011 bereits ein inhaltlich klares Zeichen gegen Nazis zu setzen und antifaschistische Strukturen zu stärken, ruft das „Antifaschistische Bündnis Ortenau“, ein Zusammenschluss verschiedener Antifagruppen aus der Region für den 08.10.2011 zu einem antifaschistischen Aktionstag auf. Mittags wird es eine Demonstration geben, anschließend ein Straßenfest vor dem selbstverwalteten Jugendraum „Kessel“ und am Abend ein Konzert im „Kessel“. In Freiburg haben Nazis nach wie vor einen eher schlechten Stand, was sicherlich auch damit zusammenhängt das es in Freiburg eine relativ große antifaschistische und linke Szene gibt und ein gesellschaftliches Klima, welches sich gegen Nazis richet. Doch während Nazis es hier nach wie vor nicht schaffen nennenswert Fuß zu fassen, gelingt es ihnen im Umland immer wieder sich zu verankern. Nazistrukturen, wie jetzt in Offenburg wachsen und werden immer gefährlicher. Da Nazis mit ihren Demonstrationen bestimmte Ziele verfolgen wie Gewöhnung der Öffentlichkeit an ihre Propaganda, Einschüchterung potenzieller Feinde, aber auch nach „innen“ gerichtete Ziele wie Stärkung des Zusammgehörigkeitsgefühl, Herausbildung neuer Kader etc.- ist es wichtig nicht nur fern ab vom Geschehen Protestveranstaltungen abzuhalten. Um den Nazis am 22.10 eine Niederlage zu bescheren und ihnen so in ihrem Bemühen des Aufbaues neuer Strukturen wirksam und nachhaltig zu schaden, ist es notwendig den Aufmarsch wenn möglich komplett zu verhindern. Hier haben sich zum Beispiel organisierte Massenblockaden, wie jüngst in Dresden im Februar 2011, als ein effektives Mittel erwiesen. Wir rufen daher dazu auf, sich aus Freiburg am Aktionstag am 08.10.2011 zu beteiligen und massenhaft am 22.10.2011 den Naziaufmarsch in Offenburg zu verhindern.

Unterstützerliste (alphabetisch):
Aktion Bleiberecht Freiburg, Antifaschistische Linke Freiburg, DGB-Kreisverband Freiburg, Die Linke Freiburg, DKP Freiburg, Falken Freiburg, FAU Freiburg, Fraktion Unabhängige Listen Freiburg, Linksjugend [’solid] BaWü, Rebell Freiburg, Revolution Freiburg, Soziokultur Schopfheim e.V. Café Irrlicht, Unabhängige Frauen Freiburg, USTA PH Freiburg, ver.di Jugend Südbaden, ver.di Kreisverband Freiburg, VVN-BdA Kreis Freiburg

Freiburger Flyer: Vorderseite | Rückseite
Mehr Infos: www.antifa-ortenau.tk

Gedenkstättenfahrt am Tag der Befreiung

Am 8. Mai 2011, dem Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus, veranstalteten die Ortsgruppen der Falken aus Freiburg, Bühl und Rastatt eine gemeinsame Gedenkstättenfahrt in das ehemalige Konzentrationslager Natzweiler-Struthof im Elsaß.

30 junge Menschen beteiligten sich an der Busfahrt und besichtigten neben dem Mu­se­um „Eu­ro­päi­sches Zen­trum des depor­tier­ten Wi­der­stands­kämp­fers“ den noch erhaltenen Teil des La­gers. Vor Ort gab es eine 3-​stün­di­ge Füh­rung von zwei ReferentInnen und genug Zeit, Ein­drü­cke zu sam­meln, Fra­gen zu stel­len und sich aus­zu­tau­schen.

Nach nun fast sie­ben Jahr­zehn­ten der Ka­pi­tu­la­ti­on Na­zi-​Deutsch­lands ist es heute wie da­mals wich­tig sich der Opfer der faschistischen Barbarei zu er­in­nern, ihren Ur­sprung zu ver­ste­hen und neue Aus­wüch­se dieser zu ver­hin­dern. In diesem Sinne:

Nie wieder Faschismus!
Nie wieder Krieg!

Gedenkstättenfahrt nach Struthof

KZ Natzweiler StruthofAm 8. Mai 2011, dem Tag der Befreiung vom Faschismus, fahren wir zusammen mit den Kreisverbänden der Falken aus Rastatt und Bühl zur KZ-Gedenkstätte Struthof-Natzweiler. Die Stätte des ehemaligen Lagers Natzweiler ist ein Ort der Erinnerung und der Besinnung, ein in den Vogesen verankertes Zeugnis der Geschehnisse, die sich vor über 60 Jahren im Herzen Europas abgespielt haben.

Fahrt & Programm:

Der Bus fährt in Freiburg am Sonntag, den 8. Mai 2011, pünktlich um 10 Uhr am Konzerthaus ab. 11:30 Uhr ist Abfahrt vor dem Sozialen Zentrum Caracol in Bühl. Wir werden ca. 13 Uhr an der Gedenkstätte sein. Vor Ort wird es eine ca. 3-stündige Führung geben und genug Zeit, Eindrücke zu sammeln, Fragen zu stellen und sich auszutauschen.

Preis:

Der Gesamtpreis für Fahrt, Eintritt und Führung beträgt 12 Euro pro Person. Über Spenden freuen wir uns natürlich sehr. Wenn ihr mitfahren wollt, dann meldet euch unter freiburg(ÄT)sjd-falkenbw.de.

Flyer: Vorderseite | Rückseite

1. Mai: Heilbronn stellt sich quer!

Heilbronn stellt sich quer – Den Naziaufmarsch am 1.Mai blockieren!

Am 1.Mai wollen in Heilbronn Faschisten aufmarschieren. Das „nationale und soziale Aktionsbündnis 1.Mai“ hat eine süddeutschlandweite Großdemonstration angemeldet, zu der von zahlreichen Nazi-Gruppen aufgerufen wird. Neben den NPD-Landesverbänden Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland- Pfalz und deren Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ werben vor allem auch militante „Freie Nationalisten“ und „Kameradschaften“ aus Süddeutschland für den Aufmarsch. Nach den Aufmärschen am 1. Mai in Ulm 2009 und in Schweinfurt 2010, an denen jeweils zwischen 800 und 1000 Nazis teilnahmen, wollen die Faschisten jetzt in Heilbronn durch ein zentrales Großevent den traditionellen Tag der Arbeiterinnen und Arbeiter besetzen und ihre menschenverachtende Propaganda verbreiten.

Unter dem Motto „Fremdarbeiterinvasion stoppen! Arbeitsplätze zuerst für Deutsche“ wollen sie Ängste und Vorurteile in der Bevölkerung schüren und ihre nationalistische und rassistische Ideologie als Lösung sozialer Probleme darstellen. Gerade in Arbeiterstädten wie Heilbronn, wo sich die Arbeits- und Lebensbedingungen für viele Menschen zunehmend verschlechtern und wo MigrantInnen aus vielen verschiedenen Ländern leben, erhoffen sich die Nazis einen Nährboden für ihre Hetze und somit am 1.Mai ein leichtes Spiel.

Wir aber können dieses Spiel schon beenden, bevor es angefangen hat! Gemeinsam, friedlich, kreativ, international und bunt gilt es am 1.Mai gegen die Faschisten auf die Straße zu gehen und zu zeigen, dass sie hier nicht erwünscht sind.

Wir dürfen uns dabei allerdings nicht auf eine symbolische Geste beschränken. Wenn die Nazis am 1.Mai durch Heilbronn marschieren, haben sie ihr Ziel erreicht. Das wird ihre Szene und ihr Selbstbewusstsein stärken und sie zu weiteren Aktionen ermutigen. Wozu es führt, wenn Nazis selbstbewusst auftreten, konnten wir beim Brandanschlag auf einen türkischen Supermarkt in Neckarsulm letztes Jahr sehen und wir können es täglich in „national befreiten Zonen“ in Ostdeutschland beobachten, wo sie Jagd auf MigrantInnen, Obdachlose, Homosexuelle, Linke und alle machen, die nicht in ihr Menschenbild passen.

Deshalb rufen wir dazu auf, die Nazis am 1.Mai entschlossen zu blockieren. Sitzend, liegend, stehend, tanzend. Von uns wird an diesem Tag keinerlei Eskalation ausgehen. Das Beispiel Dresden zeigt uns, dass dies möglich ist, wenn alle GegnerInnen der Nazis – trotz unterschiedlicher politischer Ansichten – solidarisch zusammenhalten, sich gegenseitig respektieren und nicht spalten lassen. Lasst uns am 1. Mai genau da sein, wo die Nazis hin wollen. Lasst uns viele sein!

Gemeinsam die Nazis stoppen!
Heilbronn stellt sich quer!

Blockade-Bündnis gegen den Naziaufmarsch

->UnterstützerInnen des Aufrufes findet ihr hier.
->Bus aus Freiburg

Wir sind Klasse!

Am 140. Geburtstag von Rosa Luxemburg kamen am Samstag Jugendliche aus ganz Baden-Württemberg zur Landeskonferenz der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken zusammen. Unter dem Motto „Falken Baden-Württemberg – Wir sind Klasse!“ diskutierten die 39 Delegierten im Jugendkulturzentrum Forum über das Programm der kommenden zwei Jahre, die Öffnung ihrer Kinder- und Jugendverbandsarbeit für Migranten und wählten einen neuen Vorstand.

Der Landesvorstand der Falken erhält ein neues Gesicht. Alle sieben Vorstandsmitglieder zwischen 19 und 24 Jahren wurden erstmals in den Landesvorstand gewählt. Neuer Vorsitzender ist Georg Weininger aus Karlsruhe, ihm zur Seite stehen als stellvertretende Vorsitzende die Mannheimerin Julia Lück sowie Kevin Sprauer aus Bühl. Unterstützung erhält der geschäftsführende Vorstand noch von vier Beisitzern.

Georg Weininger freut sich über die erfolgreiche Konferenz und sieht die Falken in Baden-Württemberg auf einem guten Weg. „. Wir wollen mit Kindern und Jugendlichen demokratisches und solidarisches Zusammenleben erlernen und erleben. In den nächsten zwei Jahren wollen wir die Renaissance des politischen Kinder- und Jugendverbands vorantreiben. Dazu ist unser Landesverband sehr gut aufgestellt.“

Solidarische Erziehung weltweit

Inhaltlicher Schwerpunkt der Falken-Landeskonferenz war die interkulturelle Öffnung des Verbandes. In einer Podiumsdiskussion wurde mit Experten der verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit über Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Integration von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen in die verbandliche Praxis diskutiert. In der Folge wurde von den Delegierten ein Antrag beschlossen, der eine stärkere Einbindung von Flüchtlingen, Asylsuchenden und Illegalisierten in die eigene Arbeit fordert.

Im Leitantrag der Konferenz wurden die kommenden Aufgaben und das eigene Verständnis formuliert. Schwerpunkte sind die politische Bildungsarbeit, ein solidarisches Erziehungskonzept ab dem Kindesalter sowie die Schaffung weiterer Falken-Einrichtungen. Als Gäste auf der Konferenz waren der Kreisvorsitzende der SPD Mannheim Wolfgang Katzmarek, Vertreter der Gewerkschaftsjugend sowie die Organisation der türkeistämmigen DIDF-Jugend mit Grußworten vertreten.

Torte für Rosa Luxemburg

Vor der Konferenz feierten knapp 100 Falken auf dem Marktplatz mit Torte und Info-Stand den Geburtstag von Rosa Luxemburg, die für viele der Verbandsmitglieder noch immer eine Vorbildfunktion einnimmt. Mit der Aktion wollten die Falken ein Zeichen gegen die zunehmende Präsenz der Bundeswehr in Kriegseinsätzen und im Landesinneren setzen. Rosa Luxemburg wirkte mit ihrer theoretischen und praktischen Arbeit für den Sozialismus, die internationale Solidarität der Arbeiterklasse und gegen Militarismus und Krieg.

Was geht, SPD? Irrlicht bleibt!

Wir der Ortsverband Freiburg der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken verfolgen die aktuelle Diskussion über die geplante Kündigung des Mietvertrages des Café Irrlichts im südbadischen Schopfheim mit großer Sorge und noch mehr Unverständnis. Per Gemeinderatsbeschluss wollen rechte Hardliner einen Ort zerstören, der für die Jugend in der Region Südbaden viel bedeutet. Dass dieser Antrag von der SPD (!) im Gemeinderat der Kleinstadt eingereicht wurde verärgert uns sehr.

Das Café Irrlicht in Schopfheim ist eines der wenigen selbstverwalteten Jugendzentren in Baden-Württemberg. Es ist ein Freiraum von und für Jugendliche, die ehrenamtlich für eine kulturelle und politische Bereicherung in der Region sorgen. Das Irrlicht bietet jungen Menschen die Möglichkeit aktiv zu werden, Verantwortung zu übernehmen und leistet somit einen wichtigen Beitrag in der demokratischen Jugendarbeit. Dabei handelt das Irrlicht stets unter antifaschistischen und antirassistischen Grundprinzipien und bietet auch jungen Menschen mit kleinem Geldbeutel einen Ort zur Entfaltung. Der Verein Soziokultur Schopfheim e.V., Träger des Irrlichts, vertritt in seiner ganzen Bandbreite die Ziele, für die auch wir Falken einstehen.

Die SPD sollte sich hüten, auch in Anbetracht ihrer eigenen Geschichte, jetzt als Erfüllungsgehilfin der lokalen Naziszene zu dienen. Denn auch die südbadischen Faschisten fordern die Schließung des Irrlichtes, allerdings fehlt ihnen der Einfluss im Gemeinderat und bei der Polizei. Wir fordern die Schopfheimer Sozialdemokraten auf, den Antrag zurückzuziehen!

Solidarität mit dem Café Irrlicht in Schopfheim!

Unterschreibt die Petition für den Erhalt des Café Irrlichts!!!



Referer der letzten 24 Stunden:
  1. google.com (3)