Archiv der Kategorie 'Falken Freiburg'

Linkes Zentrum öffnet seine Pforten

LIZ
Nach mo­na­te­lan­ger Vor­be­rei­tung und der Suche nach ge­eig­ne­ten Räu­men ist es end­lich so­weit:
Am 5. Mai 2012 öff­net das Linke Zen­trum in der Glü­mer­stra­ße 2 in Frei­burg mit einem Tag der of­fe­nen Tür seine Pfor­ten. Ab dann fin­den dort viele ver­schie­de­ne Ak­ti­vi­tä­ten statt. Neben Volx­kü­che, Kino, Knei­pe, Vor­trä­gen und Café fin­det ihr einen In­fo­la­den mit Le­se­stoff und dem all­täg­li­chen Re­vo­lu­ti­ons­be­darf, das Of­fe­ne An­ti­fa­tref­fen Frei­burg & Re­gi­on, an­de­re of­fe­ne An­ge­bo­te, Grup­pen-​ und Ver­net­zungs­tref­fen und vie­les mehr.

Wenn ihr euch an dem Pro­jekt im Stadt­teil be­tei­li­gen wollt, dann kommt ein­fach auf eines der of­fe­nen Raum­p­le­na, die zur Zeit wö­chent­lich statt­fin­den. Be­reits am 1. Mai 2012 sind wir mit einem Info­stand beim Fest des DGB auf dem Stüh­lin­ger Kirch­platz ver­tre­ten. Für mehr Infos be­sucht die Seite des Zen­trums: www.​liz-​frei­burg.​org

Mehr Freiraum und Demokratie -
27. Landeskonferenz in Bühl

Am 31. März kamen 70 Jugendliche und Interessierte aus ganz Baden-Württemberg in Bühl zur Landeskonferenz der Sozialitischen Jugend Deutschlands – Die Falken zusammen. Die 40 Delegierten diskutierten im Alban Stolz-Haus unter dem Motto „F! wie Freiraum, Freundschaft, Falken“ über das Programm der kommenden zwei Jahre, die Öffnung ihres Kinder- und Jugendverbandes für Migranten und wählten einen neuen Vorstand.

Landesvorstand auf elf Mitglieder erweitert

Neu gewählter LandesvorstandDer Landesvorstand der Falken ist bei der Landeskonferenz im Vergleich zum letzten Jahr deutlich vergrößert worden. Die elf Mitglieder des Landesvorstands sind zwischen 18 und 25 Jahren alt. Als Vorsitzender bestätigt wurde Georg Weininger. Ihm zur Seite stehen weiterhin Julia Lück als stellvertretende Vorsitzende für den Kinderring und Kevin Sprauer für den Jugendbereich.
Im F-Ring arbeiten zudem Bodo Heckmann, Julia Lück, Lena Werner und Rebecca Rabat, die im kommenden Jahr die Kinderfreizeiten und weitere Landesmaßnahmen für 6 bis 15-Jährige organisieren. Die Maßnahmen auf Landesebene für Jugendliche ab 15 Jahren werden im Landesvorstand zusätzlich von Laura Volk, Pascal Schindler, Peter Schadt und Rosa Reichenberger verantwortet.

Georg Weininger freut sich über die erfolgreiche Konferenz und sieht die Falken in Baden-Württemberg auf einem guten Weg. „Jede Jugendarbeit ist auch politisch, unsere explizit. Solidarisches Miteinander und Demokratieverständnis fängt in der Kindheit an. In den kommenden Jahren wollen wir an der Renaissance des politischen Kinder- und Jugendverbandes arbeiten.“

Solidarische Erziehung weltweit

Schwerpunkt der Falken-Landeskonferenz war die Stärkung der innerverbandlichen Demokratie. Dazu wurden verschiedene Anträge verabschiedet, die mehr Beteiligung und Mitarbeit aller interessierten Kinder und Jugendlichen an der Arbeit des Falken-Landesverbands ermöglichen sollen. Weiteres wichtiges Thema der Konferenz war die Diskussion um die Schaffung und Gewährleistung von Geschlechterdemokratie. Dazu wurde die Konferenz auch für ein Frauenplenum unterbrochen.
Außerdem wurde beschlossen, die Teilnahme von Flüchtlingskindern an Freizeit- und Bildungsmaßnahmen finanziell und organisatorisch zu unterstützen. Auch die internationale Arbeit soll mit Begegnungen in Mitteleuropa und in der kurdischen Türkei ausgebaut werden.

Auch Daniel Lörch, der als Vorsitzender des Kreisverbands Bühl-Ortenau die Landeskonferenz ausrichtete, zog ein positives Fazit der Konferenz. „Gerade für unseren mit gerade einmal drei Jahren recht jungen Kreisverband war es toll, Jugendliche aus ganz Baden-Württemberg in Bühl begrüßen zu können. Dies gibt uns nochmal viel Motivation mit auf den Weg, um die Kinder- und Jugendarbeit der Falken in Bühl und der Ortenau auszubauen“.

Schulkalender erhältlich

Seit geraumer Zeit ist der Falken-Schulkalender erhältlich. Er entstand aus einer Zusammenarbeit der Falken und der DIDF-Jugend. Der Schulkalender bietet euch neben einer besseren Organisationsmöglichkeit auch kleine Texte, die ein Basiswissen z.B. über Faschismus oder die Extremismustheorie vermitteln. Außerdem findet ihr wöchentlich ein neues Zitat bekannter Sozialistinnen und Sozialisten. Und noch vieles mehr! Ihr könnt den Kalender bei uns kostenlos bestellen. Schreibt uns einfach eine kurze Email.

Initiative für ein Linkes Zentrum in Freiburg

www.​liz-​frei­burg.​org

Im Som­mer 2011 haben sich un­ter­schied­li­che Grup­pen und Ein­zel­per­so­nen ge­trof­fen, um „In­itia­ti­ve für ein lin­kes Zen­trum“ zu er­grei­fen. Unser Ziel ist es, in­ner­halb der nächs­ten Mo­na­te ge­eig­ne­te Räum­lich­kei­ten für ein so­zio­kul­tu­rel­les Zen­trum im Stadt­teil Stüh­lin­ger zu fin­den, das über die linke Szene hin­aus z.B. auch von Nach­ba­rIn­nen als nicht-​kom­mer­zi­el­ler Treff­punkt ge­schätzt und ge­nutzt wird.

Ein Lin­kes Zen­trum soll als un­ab­hän­gi­ger Ort ver­stan­den und or­ga­ni­siert wer­den, der aktiv und of­fen­siv linke Po­li­tik in die Ge­sell­schaft trägt, und zahl­rei­chen Men­schen eine In­fra­struk­tur bie­tet, sich ge­mein­sam mit an­de­ren zu en­ga­gie­ren. Eine un­ter­schied­li­che so­zia­le Her­kunft soll als Chan­ce und Res­sour­ce im Kampf für eine be­frei­te Ge­sell­schaft ge­nutzt wer­den. Dabei wol­len wir ge­sell­schaft­li­che Brü­che sicht­bar ma­chen und pro­duk­tiv für eine linke (All­tags-​)Pra­xis nut­zen.

Als zen­tra­le in­halt­li­che Klam­mer sehen wir den Kampf gegen all­täg­li­che Aus­beu­tung; gegen Ras­sis­mus und Se­xis­mus und für eine Per­spek­ti­ve jen­seits der ka­pi­ta­lis­ti­schen Ver­hält­nis­se. Wich­tigs­ter Be­zugs­punkt ist eine Ge­sell­schaft in der das In­ter­es­se des Pro­fits nicht län­ger über die In­ter­es­sen einer frei­en und ega­li­tä­ren Ge­sell­schaft ge­stellt wird. In un­se­rem Pro­jekt geht es, wenn auch zu­nächst auf klei­ner Ebene, um die Ver­wirk­li­chung von Idea­len, die un­er­läss­lich für den Auf­bau einer so­li­da­ri­schen Ge­sell­schaft sind: Wir wol­len ge­mein­sam und gleich­be­rech­tigt la­chen, strei­ten und ar­bei­ten.

Dabei sind wir ex­pli­zit so­li­da­risch mit links­ra­di­ka­len und au­to­no­men Struk­tu­ren und Räu­men. Wir ver­ste­hen un­se­re In­itia­ti­ve so­wohl als Er­gän­zung zu die­sen, als auch zu schon be­ste­hen­den Stadt­eil­zen­tren. Wir wol­len viel­mehr einen Raum schaf­fen für linke Po­li­tik, den auch die­je­ni­gen Teile der frei­bur­ger Be­völ­ke­rung, die nicht Teil einer ‘lin­ken’ Szene sind, nut­zen kön­nen.

Raum ge­sucht!

Mit­tel­punkt des Lin­ken Zen­trum soll ein grö­ße­rer Ver­an­stal­tungs­raum sein. Wahl­wei­se be­stuhlt für Vor­trä­ge, Sit­zun­gen und der­glei­chen oder ge­müt­lich für Volks­kü­chen, Kino und an­de­re Ak­ti­vi­tä­ten bie­tet er Platz für die ver­schie­dens­ten Ideen und Pro­jek­te. Eine klei­ne Theke mit Koch­ge­le­gen­heit soll die­sen Raum er­gän­zen. Vor­ge­se­hen ist auch ein Raum für einen In­fo­la­den – nutz­bar als Rück­zugs­ort für Grup­pen­tref­fen, zum Lesen, für Nach­hil­fe­an­ge­bo­te und hof­fent­lich vie­les mehr. Sa­ni­tä­re An­la­gen und ein klei­ner La­ger­raum sind eben­so not­wen­dig. Zu­sätz­li­che Räume im fi­nan­zi­el­len Rah­men könn­ten noch Platz bie­ten für ein se­pa­ra­tes Büro o.ä. Er­folg­ver­spre­chen­de Bei­spie­le für un­se­re Vor­stel­lun­gen gibt es be­reits in meh­re­ren Städ­ten Ba­den-​Würt­tem­bergs.

Wir su­chen einen sol­chen Raum vor­wie­gend im Stadt­teil Stüh­lin­ger. In­nen­stadt­nah kön­nen wir von dort In­itia­ti­ven für ein ge­rech­te­res Frei­burg star­ten, Nach­bar­schafts­ar­beit leis­ten und sind be­quem er­reich­bar aus allen Him­mels­rich­tun­gen.

Spen­den und Un­ter­stüt­zung

Wir su­chen Un­ter­stüt­zung – sei es ide­ell, prak­tisch oder fi­nan­zi­ell. Hier­für sind wir auf Spen­den und Dau­er­auf­trä­ge an­ge­wie­sen. Zum einen be­steht die Fi­nan­zie­rung des Lin­ken Zen­trums aus den Bei­trä­gen der Grup­pen die Teil der In­itia­ti­ve sind und die Räume mit nut­zen wer­den, aus den Ein­nah­men des lau­fen­den Be­trie­bes und aus Ak­tio­nen wie So­li­par­tys, Ver­kauf­stän­de und ähn­li­ches. Doch in ers­ter Linie sind wir auf Dau­er­auf­trä­ge von Un­ter­stüt­ze­rIn­nen, wel­che die Haupt­säu­le der Fi­nan­zie­rung bil­den, an­ge­wie­sen. Bei einer Staf­fe­lung der Be­trä­ge in 20, 10 oder 5 Euro mo­nat­lich be­nö­ti­gen wir knapp 80 Dau­er­auf­trä­ge oder Ein­zugs­er­mäch­ti­gun­gen um unser Pro­jekt rea­li­sie­ren zu kön­nen. Hier­bei hof­fen wir auf eure Un­ter­stüt­zung. Soll­te unser Pro­jekt, aus wel­chen Grün­den auch immer, schei­tern, zah­len wir bis dahin ge­zahl­te Spen­den selbst­ver­ständ­lich zu­rück. Davon ist je­doch nicht aus­zu­ge­hen. Im Ge­gen­teil, wir freu­en uns schon dar­auf bald ge­mein­sam mit euch das neue Linke Zen­trum in Frei­burg er­öff­nen zu kön­nen.

Kon­takt: info [ät] liz-​frei­burg [punkt] org
Infos zu Spen­den
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Aufruf: Freiburg gegen Faschismus

Für den 22. Oktober 2011 rufen Nazis zu einer Demonstration in Offenburg unter dem Motto „Nur regional ist national – ohne Bauernstand stirbt unser Vaterland“ auf. Dabei weisen sie in ihrem Aufruf selbst daraufhin, dass es ihnen weniger um die Situation der Bauern in der Region geht, sondern vielmehr darum, am Jahrestag der Deportation der badischen Juden nach Gurs, eben diese zu verhöhnen. Nachdem ein geplanter Aufmarsch der Faschisten am 23.10.2010 erfolgreich verhindert werden konnte, wollen die Nazis dieses Jahr erneut versuchen ihr braunes Gedankengut auf der Straße zu verbreiten. In letzter Zeit häufen sich rechte Aktivitäten in Offenburg. So griffen die Nazis schon mehrmals den selbstverwalteten Jugendraum Kessel an, oder bedrohten dessen Besucher. Es wurden vermehrt Nazi-Aufkleber entdeckt und immer wieder wurden Jugendliche von Nazis in der Stadt angepöbelt und attackiert. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Nazis in Offenburg weiter Fuß fassen. Auf der Internetseite, auf der die Nazis für ihre Demonstration am 22.10 mobiliseren, kündigten sie jüngst – in klarer Anspielung an die Massenvernichtungslager der Nazis-, aktiven AntifaschistInnen ein ende im Ofen an.

Um vor dem 22.10.2011 bereits ein inhaltlich klares Zeichen gegen Nazis zu setzen und antifaschistische Strukturen zu stärken, ruft das „Antifaschistische Bündnis Ortenau“, ein Zusammenschluss verschiedener Antifagruppen aus der Region für den 08.10.2011 zu einem antifaschistischen Aktionstag auf. Mittags wird es eine Demonstration geben, anschließend ein Straßenfest vor dem selbstverwalteten Jugendraum „Kessel“ und am Abend ein Konzert im „Kessel“. In Freiburg haben Nazis nach wie vor einen eher schlechten Stand, was sicherlich auch damit zusammenhängt das es in Freiburg eine relativ große antifaschistische und linke Szene gibt und ein gesellschaftliches Klima, welches sich gegen Nazis richet. Doch während Nazis es hier nach wie vor nicht schaffen nennenswert Fuß zu fassen, gelingt es ihnen im Umland immer wieder sich zu verankern. Nazistrukturen, wie jetzt in Offenburg wachsen und werden immer gefährlicher. Da Nazis mit ihren Demonstrationen bestimmte Ziele verfolgen wie Gewöhnung der Öffentlichkeit an ihre Propaganda, Einschüchterung potenzieller Feinde, aber auch nach „innen“ gerichtete Ziele wie Stärkung des Zusammgehörigkeitsgefühl, Herausbildung neuer Kader etc.- ist es wichtig nicht nur fern ab vom Geschehen Protestveranstaltungen abzuhalten. Um den Nazis am 22.10 eine Niederlage zu bescheren und ihnen so in ihrem Bemühen des Aufbaues neuer Strukturen wirksam und nachhaltig zu schaden, ist es notwendig den Aufmarsch wenn möglich komplett zu verhindern. Hier haben sich zum Beispiel organisierte Massenblockaden, wie jüngst in Dresden im Februar 2011, als ein effektives Mittel erwiesen. Wir rufen daher dazu auf, sich aus Freiburg am Aktionstag am 08.10.2011 zu beteiligen und massenhaft am 22.10.2011 den Naziaufmarsch in Offenburg zu verhindern.

Unterstützerliste (alphabetisch):
Aktion Bleiberecht Freiburg, Antifaschistische Linke Freiburg, DGB-Kreisverband Freiburg, Die Linke Freiburg, DKP Freiburg, Falken Freiburg, FAU Freiburg, Fraktion Unabhängige Listen Freiburg, Linksjugend [’solid] BaWü, Rebell Freiburg, Revolution Freiburg, Soziokultur Schopfheim e.V. Café Irrlicht, Unabhängige Frauen Freiburg, USTA PH Freiburg, ver.di Jugend Südbaden, ver.di Kreisverband Freiburg, VVN-BdA Kreis Freiburg

Freiburger Flyer: Vorderseite | Rückseite
Mehr Infos: www.antifa-ortenau.tk

Gedenkstättenfahrt am Tag der Befreiung

Am 8. Mai 2011, dem Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus, veranstalteten die Ortsgruppen der Falken aus Freiburg, Bühl und Rastatt eine gemeinsame Gedenkstättenfahrt in das ehemalige Konzentrationslager Natzweiler-Struthof im Elsaß.

30 junge Menschen beteiligten sich an der Busfahrt und besichtigten neben dem Mu­se­um „Eu­ro­päi­sches Zen­trum des depor­tier­ten Wi­der­stands­kämp­fers“ den noch erhaltenen Teil des La­gers. Vor Ort gab es eine 3-​stün­di­ge Füh­rung von zwei ReferentInnen und genug Zeit, Ein­drü­cke zu sam­meln, Fra­gen zu stel­len und sich aus­zu­tau­schen.

Nach nun fast sie­ben Jahr­zehn­ten der Ka­pi­tu­la­ti­on Na­zi-​Deutsch­lands ist es heute wie da­mals wich­tig sich der Opfer der faschistischen Barbarei zu er­in­nern, ihren Ur­sprung zu ver­ste­hen und neue Aus­wüch­se dieser zu ver­hin­dern. In diesem Sinne:

Nie wieder Faschismus!
Nie wieder Krieg!

Wir sind Klasse!

Am 140. Geburtstag von Rosa Luxemburg kamen am Samstag Jugendliche aus ganz Baden-Württemberg zur Landeskonferenz der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken zusammen. Unter dem Motto „Falken Baden-Württemberg – Wir sind Klasse!“ diskutierten die 39 Delegierten im Jugendkulturzentrum Forum über das Programm der kommenden zwei Jahre, die Öffnung ihrer Kinder- und Jugendverbandsarbeit für Migranten und wählten einen neuen Vorstand.

Der Landesvorstand der Falken erhält ein neues Gesicht. Alle sieben Vorstandsmitglieder zwischen 19 und 24 Jahren wurden erstmals in den Landesvorstand gewählt. Neuer Vorsitzender ist Georg Weininger aus Karlsruhe, ihm zur Seite stehen als stellvertretende Vorsitzende die Mannheimerin Julia Lück sowie Kevin Sprauer aus Bühl. Unterstützung erhält der geschäftsführende Vorstand noch von vier Beisitzern.

Georg Weininger freut sich über die erfolgreiche Konferenz und sieht die Falken in Baden-Württemberg auf einem guten Weg. „. Wir wollen mit Kindern und Jugendlichen demokratisches und solidarisches Zusammenleben erlernen und erleben. In den nächsten zwei Jahren wollen wir die Renaissance des politischen Kinder- und Jugendverbands vorantreiben. Dazu ist unser Landesverband sehr gut aufgestellt.“

Solidarische Erziehung weltweit

Inhaltlicher Schwerpunkt der Falken-Landeskonferenz war die interkulturelle Öffnung des Verbandes. In einer Podiumsdiskussion wurde mit Experten der verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit über Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Integration von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen in die verbandliche Praxis diskutiert. In der Folge wurde von den Delegierten ein Antrag beschlossen, der eine stärkere Einbindung von Flüchtlingen, Asylsuchenden und Illegalisierten in die eigene Arbeit fordert.

Im Leitantrag der Konferenz wurden die kommenden Aufgaben und das eigene Verständnis formuliert. Schwerpunkte sind die politische Bildungsarbeit, ein solidarisches Erziehungskonzept ab dem Kindesalter sowie die Schaffung weiterer Falken-Einrichtungen. Als Gäste auf der Konferenz waren der Kreisvorsitzende der SPD Mannheim Wolfgang Katzmarek, Vertreter der Gewerkschaftsjugend sowie die Organisation der türkeistämmigen DIDF-Jugend mit Grußworten vertreten.

Torte für Rosa Luxemburg

Vor der Konferenz feierten knapp 100 Falken auf dem Marktplatz mit Torte und Info-Stand den Geburtstag von Rosa Luxemburg, die für viele der Verbandsmitglieder noch immer eine Vorbildfunktion einnimmt. Mit der Aktion wollten die Falken ein Zeichen gegen die zunehmende Präsenz der Bundeswehr in Kriegseinsätzen und im Landesinneren setzen. Rosa Luxemburg wirkte mit ihrer theoretischen und praktischen Arbeit für den Sozialismus, die internationale Solidarität der Arbeiterklasse und gegen Militarismus und Krieg.

Was geht, SPD? Irrlicht bleibt!

Wir der Ortsverband Freiburg der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken verfolgen die aktuelle Diskussion über die geplante Kündigung des Mietvertrages des Café Irrlichts im südbadischen Schopfheim mit großer Sorge und noch mehr Unverständnis. Per Gemeinderatsbeschluss wollen rechte Hardliner einen Ort zerstören, der für die Jugend in der Region Südbaden viel bedeutet. Dass dieser Antrag von der SPD (!) im Gemeinderat der Kleinstadt eingereicht wurde verärgert uns sehr.

Das Café Irrlicht in Schopfheim ist eines der wenigen selbstverwalteten Jugendzentren in Baden-Württemberg. Es ist ein Freiraum von und für Jugendliche, die ehrenamtlich für eine kulturelle und politische Bereicherung in der Region sorgen. Das Irrlicht bietet jungen Menschen die Möglichkeit aktiv zu werden, Verantwortung zu übernehmen und leistet somit einen wichtigen Beitrag in der demokratischen Jugendarbeit. Dabei handelt das Irrlicht stets unter antifaschistischen und antirassistischen Grundprinzipien und bietet auch jungen Menschen mit kleinem Geldbeutel einen Ort zur Entfaltung. Der Verein Soziokultur Schopfheim e.V., Träger des Irrlichts, vertritt in seiner ganzen Bandbreite die Ziele, für die auch wir Falken einstehen.

Die SPD sollte sich hüten, auch in Anbetracht ihrer eigenen Geschichte, jetzt als Erfüllungsgehilfin der lokalen Naziszene zu dienen. Denn auch die südbadischen Faschisten fordern die Schließung des Irrlichtes, allerdings fehlt ihnen der Einfluss im Gemeinderat und bei der Polizei. Wir fordern die Schopfheimer Sozialdemokraten auf, den Antrag zurückzuziehen!

Solidarität mit dem Café Irrlicht in Schopfheim!

Unterschreibt die Petition für den Erhalt des Café Irrlichts!!!

Aufruf des Bündnisses ¡No pasarán! Freiburg

Frei­burg goes Dres­den – ¡No pasarán!

Im Fe­bru­ar 2011, an­läss­lich des Jah­res­tages der Bom­bar­die­rung Dres­dens, wol­len wie­der ein­mal tau­sen­de Nazis aus dem ge­sam­ten Bun­des­ge­biet und dem eu­ro­päi­schen Aus­land durch die säch­si­sche Lan­des­haupt­stadt Dres­den mar­schie­ren. Mit ihrem so­ge­nann­ten „Trau­er­marsch“ ver­su­chen sie die deut­sche Ge­schich­te zu ihren Guns­ten um­schrei­ben.

Der Mas­sen­mord an den Juden, die mör­de­ri­sche Ver­fol­gung po­li­ti­scher Geg­ner, der An­griffs­krieg und die Ver­bre­chen der Wehr­macht und die mil­lio­nen­fa­che Aus­beu­tung von Zwangs­ar­bei­tern wer­den von den Fa­schis­ten ge­zielt unter den Tep­pich ge­kehrt und ein deut­scher Op­fer­my­thos her­bei ge­lo­gen. Sie in­stru­men­ta­li­sie­ren damit die durch­aus vor­han­de­nen Opfer unter der deut­schen Zi­vil­be­völ­ke­rung für ihre ge­fähr­li­chen Zwe­cke.

Wir An­ti­fa­schis­tin­nen und An­ti­fa­schis­ten aus Frei­burg und Süd­ba­den in den Ge­werk­schaf­ten, lin­ken Or­ga­ni­sa­tio­nen, An­ti­fa-​Grup­pen und Par­tei­en wer­den nicht zu­las­sen, dass die Nazis in Dres­den und sonst­wo ihre men­schen­ver­ach­ten­de Ideo­lo­gie ver­brei­ten kön­nen. Wenn das brau­ne Pack mar­schie­ren will ist Wi­der­stand Pflicht.

Im letz­ten Jahr konn­ten tau­sen­de Men­schen den Auf­marsch der Nazis durch Mas­sen­blo­cka­den ver­hin­dern. Das gilt es 2011 zu wie­der­ho­len. Aus Frei­burg wer­den wie­der Busse nach Dres­den fah­ren. Fahrt mit uns, denn nur zu­sam­men kön­nen wir den an­ti­fa­schis­ti­schen Wi­der­stand er­folg­reich auf die Stra­ße tra­gen.

Zu­sam­men kämp­fen – Na­zi­auf­marsch in Dres­den ver­hin­dern!

Bünd­nis ¡No pasarán! Frei­burg
www.antifabus.tk

Gemeinsame Erklärung:

Wir dulden keine Geschichtsverdrehung an der Uni Freiburg

Anlässlich des Gedenkens an das Schicksal der Badener jüdischen Glaubens während des deutschen Faschismus veranstaltet die Katholische Akademie der Erzdiözese Freiburg eine ausgedehnte Vortragsreihe. Thematisiert werden neben dem Schicksal der jüdischen Bevölkerung, der faschistische Terrorapparat sowie der Widerstand dagegen. Es geht also in erster Linie um eine Erinnerung an die Opfer des Faschismus und um die mörderhafte Ideologie und Wirklichkeit des Antisemitismus – sollte man meinen. (mehr…)